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Dienstag, 09.04.2019
Veröffentlicht in Experts at work

Ist Software teuer? (Denken Sie an die Personalkosten!)

Von

blog roi

Vor nicht allzu langer Zeit sagte der Manager eines mittelgroßen Industrieunternehmens zu mir: „Aber Herr Moran, warum ist Ihre Software so teuer? Sie brauchen für mich doch nur eine Kopie auf CD anzufertigen, das kostet doch fast nichts!“ Tja, die Entwicklung, Pflege und Verwaltung von Software ist mit erheblichen Investitionen verbunden. Darüber wurden schon viele Bücher geschrieben.

Aber was, wenn dieselbe Software Arbeit abnimmt? Wissen Sie, was ein Mitarbeiter jährlich kostet? Lassen Sie uns einmal ein Beispiel berechnen. Angenommen, ein Vollzeitmitarbeiter im Innendienst kostet 2.500 € pro Monat, also rund 40.000 € pro Jahr.

Durch gute Unterstützung des Verwaltungsprozesses mit Software kann der Innendienst dieselbe, aber oft mehr Arbeit leisten – in diesem Beispiel mit zwei statt vier Mitarbeitern. Das bedeutet eine jährliche Einsparung von 80.000 €. Dieses Unternehmen kann also jedes Jahr 80.000 € in die Automatisierung investieren, ohne dass ihm Mehrkosten entstehen. Und hier sprechen wir nur von den quantitativen Vorteilen, noch nicht von den qualitativen.

Ich möchte Ihnen dazu ein extremes Beispiel aus meinem Kundenkreis erzählen. Ein Unternehmen der Bauzulieferbranche war in der Lage, das Personal im Innendienst von 20 Mitarbeitern auf einen einzigen Mitarbeiter zu reduzieren. Dieser ist für die persönlichen Kontakte und die Begleitung in Ausnahmefällen verantwortlich, alles andere wurde automatisiert. Das Unternehmen konnte dadurch in der Baukrise, die wir schon wieder fast vergessen haben, einige Jahre länger durchhalten und anschließend wieder vom aktuellen Wachstum seines Marktes profitieren.

In meiner täglichen Praxis stelle ich fest, dass der Kapitalrendite (ROI) von Software in immer mehr Unternehmen viel Aufmerksamkeit gewidmet wird, und das zu Recht! Dennoch ist noch nicht sehr viel darüber bekannt. Viele Unternehmen messen den ROI ihrer Softwareinvestitionen kaum oder gar nicht. Das gilt für die Vorkalkulation, in noch höherem Maße aber auch für die Nachkalkulation.

Letzten Monat wurde ich von einem Unternehmen positiv überrascht, für das ich selbst auf der Grundlage begrenzter Daten und einiger Annahmen grob einen ROI ermittelt hatte, der deswegen noch für nicht glaubwürdig genug befunden wurde. Allerdings veranlasste der Fall den Business Improvement Manager der Firma zum Nachdenken und Handeln. Der Controller dieses Unternehmens legte mir zu meiner Überraschung einige Wochen später einen gut begründeten ROI auf der Grundlage aktueller Daten und konservativ eingeschätzter Verbesserungen vor, wodurch das Managementteam und, noch wichtiger, der Investor des Unternehmens überzeugt werden konnten.

Ermitteln Sie den ROI jeder Softwareinvestition – vorab und nachträglich.

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Mike Moran

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